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Der erste Kommentar:
Wow, was für eine mitreißende Geschichte... ein Muss für alle, die etwas auf sich halten...
Nein Scherz *giggle*
Erst mal danke fürs online-machen, Alex... und danke für die Widmung *rotwerd*....
Naja, sonst kann ich nicht viel zu der Story sagen... ausser, dass ich für Fragen gerne ansprechbar bin, sofern es welche dazu gibt.
Grüßle, Küssle und de veri Besd, yours Arminle |
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Na gut, nachdem hier nichts passiert, eine kleine 'Einführung'
Ich lief im September 2003 von Bremgarten (nähe Freiburg) über Straßbourg, Schaidt (nähe Karlsruhe) nach Baden-Baden. Diese Reise entspricht etwa 200km Strecke... also nicht die Welt :-)
'Besonders' war allerdings, dass ich nur mit Zelt, Schlafsack und Luftmatratze (nebst anderen wichtigen Dingen, die man draussen so braucht) unterwegs war, dafür aber auf das (scheinbar) wichtigste 'Medium' hier in Deutschland verzichtete: Geld.
Auch wollte ich nicht betteln, sondern unterwegs den Menschen 'helfen' (im Nachhilfe geben oder PC reparieren war ich geübt, auch gegen Haushalt machen hätte ich nichts einzuwenden gehabt), um als Gegenleistung von diesen Nahrung und (vielleicht) ein Schlafplatz zu bekommen. Auch wollte ich mit diesen Menschen ins Gespräch kommen und ihnen meine 'Weltanschauung' eröffnen, dass ein Leben ohne Geld möglich sein muss, ein Leben, welches durch Nächstenliebe geprägt ist, ein Leben ohne materielle Vorteile einer Minderheit, ein Leben, wo ALLE Erdenbürger gleiches Recht haben sollten.
Naja.... und manchmal kommt es eben anders als man denkt... aber lest selbst :-) |
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erstmal sorry das ich das tagebuch nich gelesen hab, denn ich hab kein pdf-reader...egal
sowie ich das mitbekommen hab bist du aus freien stücken, ohne geld, mit dem sinn anderen zu helfen und deine weltanschauung zu verbreiten und darzulegen 200km durch deutschland getingelt:respekt.
was hat dich dazu bewegt? |
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@Müscha: ich habe die PDF-File in eine weniger schöne HTML-File konvertiert, sodass alle die Datei lesen können, die keine PDF-Reader besitzen. Zum Lesen ist aber die PDF-File viel angenehmer, schon allein wegen der Seitenangabe und der augenfreundichen Formatierung.
HTML: http://www.hitstec.de/files/tagebuch.htm |
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eigentlich hatte ich auch mal einen acrobat reader, aber das ist ne andre story.
nun zum tagebuch:
nochmal respekt überhaupt so eine reise gemacht zun haben, ich hätte sowas rein gesundheitlich denkichmal nicht durchgestanden.
soweit wie ich das verstanden habe hast du diese reise gemacht um deine ideologie zu bestätigen, was leider nicht klappte.
nun zur frage(n):
hast du etwas wichtiges daraus gelernt, außer eben genannte ideologie, wenn ich etwas daraus gelernt hätte dann wäre es eins:zuzuhören.
du warst ja nun sehr oft zu fuß, meist stundenlang, unterwegs. was denkt man in dieser langen zeit des alleinseiens (aua meine füße tun weh^^)
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Ursprüngliche Nachricht: nochmal respekt überhaupt so eine reise gemacht zun haben, ich hätte sowas rein gesundheitlich denkichmal nicht durchgestanden.
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Naja, ich weiß ja nicht, wie es gesundheitlich um dich steht, aber wenn ich glaube, dass jeder Mensch, der nicht durch eine schwere Behinderung eingeschränkt ist, diese Reise hätte machen können. Es war ja nicht so, dass ich diese Reise explizit machen wollte, ich wurde im Grunde von mir selbst dazu genötigt, obwohl ich eigentlich gar nicht so der Wandertyp bin.
Meine Ideologie zwang mich geradezu, den heimischen Luxus (Bett, Kühlschrank, etc...) zu verlassen.
Deine Fragen sind sehr interessant... vor Allem der Aspekt des Zuhörens... natürlich würde ich mich freuen, wenn ich jetzt besser/mehr zuhören könnte, als früher... aber unterwegs habe ich das vermutlich nicht gelernt.
Was aber auf jeden Fall für mich dabei 'raussprang' war das Wissen, dass man soviel Zeit haben kann, wenn man sie sich nur nimmt. Vielleicht führt das auch dazu, dass man mehr zuhören kann, denn zuhören kann nur, wer Zeit mitbringt.
Was man unterwegs denkt ist vielseitig. Einerseits ist man oft von der Betrachtung der Umgebung 'gefesselt', denkt sich also dazu etwas. In Strasbourg hingegen war ich oft von Fluchtgedanken oder sowas wie:
wie kommt man hier an Essen?!
Warum hat hier jeder ein Auto?!
Warum geht alles so schnell?!
Und warum passe ich mit meiner Ausrüstung hier nicht rein?!
Auch Sehnsüchte waren oft dabei:
Ich könnte jetzt am Computer sitzen/mit Freunden quatschen/ein warmes weiches Bett haben...
Und natürlich der gesamte Körper... bis man sich an das Gewicht des Rucksacks gewöhnt hat dauert es einige Zeit... und die Füsse taten natürlich auch oft weh, wobei man sich daran schnell gewöhnt.
Soweit mal wieder von mir: Grüßle, Arminle! |
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um meine gesundheit ist es eigentlich ganz gut bestellt ich fahre fahrrad, kann schwimmen(wenn auch nich so gern) jedoch habe ich so etwas wie belastungsastma, nicht das astma im eigentlichen sinne. wenn ich so einen "gewaltmarsch" wie du ihn beschreibst gemacht hätte so wäre ich nach 2h ohnmächtig nach hinten umgekippt *lol*
was das zuhören betrifft so meinte ich nicht nur das gesprochene wort zu beachten, sondern auch das gemeinte wort, was man nur sehen kann (also mit den augen hören^^)
mimik und gestik spielen da eine riesenrolle, oder auch nonverbale kommunikation genannt *fg*.
ich meinte vielmehr alles auf sich einströmen zu lassen und nicht wie ein trampel im porzellanladen zu reagieren.
ich denke wenn mehr leute dieses "zuhören" beherschen würden, so wäre die welt um ein vieles leichter bzw. besser.
ob ich das behersche weiß ich nicht, mir hat es ja niemand beigebracht und ich kenne auch niemanden, so kann ich nur aus eigener erfahrung sprechen.
was mir oft durch den kopf geht wenn ich allein bin, deswegen habe ich auch gefragt, so gehen mir verhaltensweisen oder ausdrücke von anderen menschen durch den kopf, d.h ich frage mich warum haben sie sich so verhalten, wie war es gemeint, war es richtig oder falsch etc. |
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Ursprüngliche Nachricht: ... jedoch habe ich so etwas wie belastungsastma, nicht das astma im eigentlichen sinne. | Hmmm... das klingt wie das, was ein guter Kumpel von mir auch hat... er hat früher auch keinen Sport gemacht, war vom Sportunterricht befreit gewesen und hat bei jeder kleinsten Bewegung zu 'hecheln' angefangen... sein Arzt meinte es sei Asthma und er müsse darauf achten, seinen Körper vor Belastung zu schonen... mittlerweile meint ein anderer Arzt, er hätte zu kleine Lungenbläschen oder sowas... auf jeden Fall soll er jetzt plötzlich Sport machen... und siehe da, seit er jeden morgen joggt hechelt er auch nicht mehr wie ein Hund :-)
Ich will dich jetzt nicht zum Sport zwingen, sondern damit nur verdeutlichen, dass selbst ausgebildetet Docs manchmal n Scheiß erzählen... also lieber mehrere davon konsultieren, bevor man sein 'Leben an den Nagel hängt' ;-)
Ursprüngliche Nachricht: mimik und gestik spielen da eine riesenrolle, oder auch nonverbale kommunikation genannt *fg*. |
Ah, jetzt... doch, das stimmt wohl, dass man dafür offener ist... allerdings ist das ja auch immer eine Sache der Interpretation. Zum Beispiel die Frauen, die ihre Kids vom Kindergarten geholt haben und sich 'schützend' zwischen mich und ihr Kleines gestellt haben.... vielleicht habe ich mir das nur alles eingebildet... vielleicht hat sie gar nicht sooo sehr auf mich geachtet?! Wer weiß?!
Ich war bestimmt nach der Reise vorsichtiger im Umgang mit andern Menschen... das ist sicher... aber das führt unter Umständen auch zu einer ungewollten Ignoranz... wenn man sich erst mal nicht mehr traut, andere Menschen anzusprechen, dann geht die ganze Kommunikation baden... dann lieber doch mit Menschen leben und ab und zu ein Fettnäpfchen mitnehmen... meist vergibt die andere Seite einem unvorsichtigen 'Trampel' ja auch recht schnell...
Ursprüngliche Nachricht: ... warum haben sie sich so verhalten, wie war es gemeint, war es richtig oder falsch etc. |
Bei mir war/ist das eher so, dass ich da gesamtheitlicher darüber nachdenke, nicht so auf einzelne Menschen beschränkt... also: Ist es gut, dass die Neuhof-Gang Capri-Sonne im Kollektiv trinkt?! Oder: Wie kann man die Erste Welt von ihrem Konsumwahn runterbringen... oder: Warum kaufen Frauen so gerne Schuhe ein?! |
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mhhh....dann ist doch gut das ich jeden morgen mit fahrrad zur schule fahre. extrem ist es dagegen im winter, als kleines kind wurde mir nach langem rodeln immer schwarz vor augen...ich kann mich entsinnen wie mich meine freunde auf den schlitten nach hause zogen(sie waren nicht sehr glücklich darüber) heute wären sie gewehr bei fuss, weil sie den ernst der lage besser verstehen würden...kinder.
stimmt das ein oder andre fettnäpfchen muss man wohl in kauf nehmen, aber ich denke eine kompromißlösung aus beiden wäre wohl geeigneter um nicht völlig zum trampel zu mutieren...ich frage mich allerdings immernoch ob es nicht möglich ist einen menschen zu verstehen/kennenzulernen nur anhand seiner verhaltensweisen etc.
die frage ist doch ob sich die menschen anders in der gruppe verhalten als alleine...vielleicht wäre das sogar schon der lösungsansatz für einige probleme |
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