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| Wegschaugesellschaft |
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Autor: Chrissie
Stand: 13.08.07 14:25
Kommentare: 59
Zugriffe: 4277
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Täglich sehen wir es in den Nachrichten, täglich lesen wir es in den Zeitungen, täglich hören wir es im Radio. Kinder werden vergewaltigt, missbraucht, umgebracht, Frauen werden geschändet, Familiendramen ereignen sich immer wieder und immer häufiger, Schüler drehen durch und erschießen sich, Mitschüler und Lehrer. Und wir sitzen ohne jegliche Regung da und verfolgen dies, ja, sind schon fast gelangweilt von solchen Nachrichten. Nehmen wir sie noch bewusst wahr, kapieren wir eigentlich, was dort passiert? Oder muss dies alles erst in unserem eigenen Umfeld passieren, damit wir realisieren, wie schlecht unsere Welt geworden ist?
Wo suchen wir die Schuld, wenn dies uns passiert ist? Wir schieben sie dem Staat in die Schuhe, verlangen nach mehr Kontrolle, dann wollen wir, dass potentielle Täter möglichst schon im Mutterleib unschädlich gemacht werden.
Wir geben den Medien die Schuld, zu brutal seien sie geworden - dabei sind sie doch nur lebensnah.
Wir geben Künstlern die Schuld, Eminem, Marylin Manson und wie sie alle heißen. Mit ihren kontroversen, provozierenden Texten und Videos würden sie uns manipulieren und unsere Gesellschaft zu dem machen, was sie ist.
Wir suchen überall die Schuld, nur nicht bei uns selber. Dabei repräsentieren doch gerade wir die Gesellschaft, die Bevölkerung, das Volk, welches sie so verändert hat. Dabei stellen gerade wir den Grund dar, wieso so viel Schlechtes auf dieser Welt passiert.
Lehrer sehen auf Schulhöfen weg, wenn Kinder gemobbt, erpresst oder gar verprügelt und misshandelt werden, von Mitschülern, von den Starken. Die Lehrer, eigentlich Respekt- und Vertrauensperson, sehen weg, missbrauchen unser Vertrauen, verdienen keinen Respekt mehr. Und dann wundern sie sich, wenn einige Schüler irgendwann nicht mehr damit Leben können, dass ihnen ihr Leben in der Schule zur Hölle gemacht wird, dann wundern sie sich, wenn sie mit einer Kugel im Bauch auf dem Linoleumboden ihrer Schule liegen.
Die Menschen sehen weg, wenn ein Kind misshandelt wird, in aller Öffentlichkeit. Sie schauen, glotzen und gehen dann weiter. Neuester Fall: Heide. Eine 14jährige wird in der belebten Einkaufsstraße unter Augen aller vergewaltigt, sie schreit um Hilfe, fleht und doch sieht sie nur in maskenartige Gesichter, die einfach weitergehen und dies macht alles für sie noch viel schlimmer. Nie wieder wird sie Vertrauen in ihre Mitmenschen setzen können, weil wir weggeschaut haben!
Menschen schauen weg, wenn rassistische Parteien Ausländer verfolgen, schlagen, ja gar töten. Fragt man sie danach, so geben sie Angst als Grund für ihr Nichthandeln an. Angst... in einer Gesellschaft, wo eigentlich jeder immer ein Handy bei sich trägt und nur ein paar Tasten drücken muss, damit Hilfe naht.
Wir sind die wahren Schuldigen für all das Schlechte, was in dieser Welt passiert. Denn wir schauen weg, reagieren erst betroffen, wenn es uns selbst passiert und dann alle anderen wegschauen. Wir müssen die Schuld bei uns suchen, nicht bei anderen.
Wenn wir hinschauen, dann erkennen wir Auffälligkeiten bei Menschen, dann sehen wir, wenn sie Hilfe brauchen, bevor sie etwas tun, was uns dann wieder schockiert. Wenn wir hinsehen, dann verhindern wir, dass so viele Menschen unterdrückt und misshandelt werden, dann verhindern wir, dass ihre Seele geschändet wird, dann verhindern wir, dass sie sich irgendwann rächen wollen.
Wir müssen nicht viel tun, um unsere Welt zu verändern und doch tun die meisten nicht einmal dies: Hinschauen und handeln!
©Christiane Peters (http://www.schreibwut-email-club.de)
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Ursprüngliche Nachricht: Hinschauen und handeln |
Eine passende Alliteration!
Ich finde die Passivität mancher Menschen unserer Gesellschaft auch sehr bedenklich. Genau deshalb ist es gut, dass du dieses Thema so offen und öffentlich ansprichst.
Ich hoffe zu tiefst, dass viele Menschen diesen Artikel lesen und sich zu Herzen nehmen, sich Gedanken über sich selbst machen und endlich zum Wohle der Gesellschaft und sich selbst handeln.
Besonders der Vorfall in Heide hat mich sehr berührt. Dem armen Mädchen hat niemand geholfen und ich bin mir selbst nicht sicher, ob ich die Fähigkeit hätte, ihr zu helfen oder ob ich nicht einfach erstarrt stehen bleiben würde wie so mancher Passant ... |
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Ich komme ja aus der Nähe von Heide, kenne die Fussgängerstraße dort und auch den Platz, wo es passiert ist. Das erschreckende ist ja, dass die Menschen nicht einmal geschockt stehen geblieben sind. Sie schauten im Vorbeilaufen dem Mädchen und dem Täter zu, wobei sie um Hilfe schrie und taten gar nichts. Wenigstens mit dem Handy die Polizei rufen sollte doch drinne sein, jedenfalls meiner Meinung.
Mich stört, wie du es ausdrückst, die Passivität der Menschen schon sehr lange, habe ich auch darunter leiden müssen, in gewisser Weise. Ich hoffe auch, dass mein Artikel vielleicht bei einem Menschen was bewirken kann, denn dann wäre er schon nicht umsonst geschrieben worden! |
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Bei mir hat der Artikel schon etwas bewirkt. Ich habe mir ernsthaft Gedanken gemacht, was ich in einer solchen Situation machen würde und habe mir einige Szenarien durch den Kopf gehen lassen.
Bei uns in der Nähe ist ebenfalls ein bedenklicher Vorfall geschehen: ein paar erwachsene Ansässige haben sich mit einem Jugendlichen ausländischer Herkunft angelegt und haben ihn schikaniert.
Als ihm zwei Gleichaltrige zu Hilfe kamen, wurden sie kurzerhand zusammengeschlagen. Die Verletzungen waren teilweise schwerwiegend.
Zum Handy greifen und 110 wählen ist aber in (fast) jeder Hinsicht ein guter Tipp.
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Schön!
Weißte, viele denken, dass dann sonstwas von ihnen verlangt wird. Dabei reicht es meistens schon aus, einfach die Polizei zu rufen, wenn man sich nicht traut einzugreifen. Kleine Dinge sind es, auf die es ankommt.
Die wahren Helden sind nicht die, die in irgendwelchen Kriegen für irgendeinen falschen Stolz kämpfen, die wahren Helden stecken in uns, wir müssen sie nur herauslassen! |
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Ich denke, es ist mit dem Wegschauen genauso wie mit allem andern: Anfangs scheint alles noch neu zu sein, erschreckend oder einfach nur spannend, schmerzhaft oder freudenerweckend. Nach einer Weile gewöhnen wir uns aber daran. Wie ein verstorbenes Familienmitglied, das zwar nach einem Jahr noch immer wehmütig beklagt wird, aber bei weitem nicht mehr so stark wie früher... und nach zehn Jahren denkt man vielleicht nur noch sehnsüchtig an die Person, aber die Narbe selbst ist längst von Gras überwachsen, die Gewohnheit ohne diese Person auszukommen hat es wieder normalisiert.
So scheint es mir doch auch mit den Medien und dem Umgang damit zu sein. Den ersten Krieg den man als Kind via Fernsehen so richtig miterlebt ist wohl der Prägendste. Beim zweiten ist es zwar noch wahnsinnig schlimm und man versteht noch immer nicht, warum hier Menschen getötet werden, doch nach und nach bemerkt man, dass ein Leben ohne Krieg irgendwo in der Welt nicht möglich scheint... und da man ja sowieso keinen Einfluß darauf hat (zwar ein Fehlschluß, aber trotzdem in der Gunst der Faulen) akzeptiert man es einfach und lehnt sich erschreckt zurück, wenn es wieder heißt 'Bombenhagel über...'
So nach all den Worten vielleicht noch ein Schlußzitat, welches auch gestohlen ist:
'Du darfst keine Angst haben, denn die Angst tötet das Bewußtsein und führt zur völligen Zerstörung.'
Habt den Mut, geht auf andere zu, friedlich und ohne Angst. Hoch lebe Woodstock! |
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Dem stimme ich zu, Armin! Die Menschheit gewöhnt sich viel zu schnell an Dinge und denkt dann nicht mehr darüber nach - vielleicht auch mein Fluch... Ich mache mir jedenfalls viele Gedanken über solche Dinge und versuche, durch kleinen Taten, etwas zu ändern. Zum Beispiel habe ich einmal dazu beigetragen, dass bei Kiew ein wirklich bestialisches Hundeschlachtungswerk geschlossen wurde, aber na ja, anderes Thema *g*.
'Du darfst keine Angst haben, denn die Angst tötet das Bewußtsein und führt zur völligen Zerstörung.'
Das finde ich jedoch nicht! Mein Motto zu dem Thema: Angst lähmt und macht wehrlos, also wandle deine Angst in Mut!
Mut kann nie ohne Angst sein und wenn man seine schiere und lähmende Angst einfach überwindet, dann kann man wahre Wunder wirken!
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Ursprüngliche Nachricht: Du darfst keine Angst haben, denn die Angst tötet das Bewußtsein und führt zur völligen Zerstörung. |
Hätte der Mensch keine Angst, dann hätte er sich selbst schon längst masakriert. Das Zitat ist dumm , denn wie kann man keine Angst haben, wenn sie doch ein Bestandteil der eigenen Person ist. Vielmehr sollte der Aufruf heißen: "Überwinde deine Angst, aber vergiss sie nicht. Ein Mensch ohne Angst ist ein Mensch ohne Leben." |
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Ursprüngliche Nachricht: wenn man seine schiere und lähmende Angst einfach überwindet, dann kann man wahre Wunder wirken!
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Aus diesem Satz entnehme ich, dass es (laut Chrissie) möglich ist, ohne Angst zu sein, denn wenn die Angst überwunden ist, dann ist sie nicht mehr in einem... man hat sie also gar nicht mehr...
Klar, dass Angst immer auftreten kann... aber es ist auch möglich sie (wie Chrissie sagt) zu überwinden, sie also für den Moment auszuschalten und ich denke (nein ich weiß, weil ich das Zitat ja selbst gestohlen habe), dass das Zitat genau darauf abzielt: in dem Moment wo es nötig ist keine Angst zu haben. |
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| Nein, Angst überwinden, heißt nicht Angst auslöschen, sondern sie unter Kontrolle bringen. Im Unterbewußtsein schlummert dann sie weiter, aber eben nur dort. |
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Genau! Die Angst ist da, man kann vielleicht sagen, man hat sie umgemodelt. Ein Beispiel.
Irgendwer bedroht dein Leben, dies ist aber nicht das wichtigste in deiner Welt, du wirst gelähmt dastehen und wahrscheinlich auch vor Angst wimmern. Die Angst wandelt sich also in Lähmung um.
Hingegen: Der Mensch, den du am meisten liebst, wird bedroht, dann agierst du, deine Angst wandelt sich in Mut um!
Angst MUSS da sein, denn Angst lässt uns unseren Instinkt einsetzten. Ohne Angst, uns wäre doch alles egal in dieser Welt. |
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drittes Beispiel:
Du hast Angst vor Hunden.
Plötzlich läuft dir ein Hund über den Weg, dessen Besitzer nicht zu sehen ist.
Jetzt die beiden Möglichkeiten:
Erstens:
Du hast vielleicht noch im ersten Moment Angst, aber im nächsten sagst du dir: 'Es hilft ja sowieso nichts.'
Nach einem Jahr zusammenleben mit dem 'besitzerlosen' Hund hast du dich an ihn gewöhnt, ja ihn sogar lieben gelernt.
Möglichkeit zwei:
Du versuchst zu fliehen, da deine Angst Überhand gewinnt... Der Hund ist aber schneller und richtet dich bis zur Ohnmacht zu, weil du wie wild um dich schlägst. Deine Angst vor Hunden wird noch stärker.
Natürlich sind die Beispiele etwas krass gewählt aber wessen sind das nicht?! ) |
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| Na ja... Ich finde, das ist ein eher schlechtes Beispiel. Im ersten Fall greift dich der Hund nämlich nicht an, eben weil du keine Angst hast. Hunde wittern dies ja schließlich. Und im zweiten Fall rennst du ja weg, was für den Hund bedeutet: Beute! und da ist es klar, dass er dich anknabbert! |
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| In beiden Fällen gehe ich davon aus, dass der Hund einfach nur 'näher' kommt... und je nach Angstlage reagierst du so oder so. Er würde dir ja auch hinterher rennen, wenn du einfach so ohne Angst abhauen würdest. |
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Auf jeden Fall rennt er dir hinterher, wenn du wegrennst: Beuteschema! Beute läuft weg, Mensch läuft gerade weg, also Beute! Da ist es eigentlich ziemlich wurscht, ob du Angst hast oder nicht.
Das kommt er zum Zuge, wenn der Hund dich erreicht hat. Wittert er dann Angst und ist auch noch schlecht erzogen, der Hund, dann beißt er. Wenn er jedoch keine Angst wittert, wird er wohl in den meisten Fällen nur mal schnuppern und dann wieder Leine ziehen, da uninteressant. |
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Siehst du, das zeigt doch, das Angst bekämpft werden sollte.
Aber wenn du willst, dann nehmen wir noch ein anderes Beispiel:
Du bist ein Prinz mit Höhenangst, doch deine Prinzessin (mit dem vielsagenden Namen Rapunzel) ist in einem Raum gefangen, den sie nicht verlassen kann, da sie sonst des Todes ist. Dieser Raum ist das Turmzimmer oben links. Beide lieben sich von früher noch.
a) Der Prinz geht mit gemischten Gefühlen nach oben und überwindet nach zwanzig Besuchen bei der Prinzessin die Angst völlig/verliert seine Angst.
b) der Prinz hat Angst und beide leben unglücklich und unzufrieden bis an ihr Lebensende. |
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Na ja...
Ich finde, dass ist ein anderen Beispiel als das mit dem Hund, auch vom Grundthema. Beim Hund sollte man keine Angst zeigen, weil man sonst etwas Negatives erfährt, sprich, man hat Angst davor, was dann passiert.
Bei Rapunzel steht ja nur die Angst im Wege, dass, was man erreichen will, ist positiv. |
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Wann steht sie einem nicht im Wege... und wann ist der Weg den man einschlagen will (aus der eigenen Perspektive) nicht positiv?!
Angst lähmt und behindert. Sie ist dafür verantwortlich, dass wir viele unserer persönlichen Eigenschaften nicht leben können:
Wer hatte nicht schon den Traum etwas zu verwirklichen, schreckte dann aber vor seiner eigenen Angst zurück?! |
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Aber Angst gehört zu uns Menschen dazu, ohne Angst... Nicht auszudenken!
Die Kunst besteht ja darin zu lernen, mit seiner Angst umzugehen. Wenn man dies schafft, seine Angst kennt, dann kann man auch in ängstlichen Situationen relativ nüchtern abschätzen, ob diese Angst nun begründet ist oder nicht. Und dann kann man vernünftige Entscheidungen fällen. |
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| ...also gilt es im rechten Moment keine Angst zu haben, oder?! |
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| Ich würde eher sagen, es gilt, im rechten Moment seine Angst kontrollieren und in die richtige Richtung steuern zu können. |
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Obwohl die Floskel "keine Angst haben" eigentlich so aufgefasst werden soll, wie Chrissie es schön umschreibt.
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Ui, danke für das Kompliment . |
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Mache ich gerne und lege noch eins drauf: ich stimme deinem vorletzen Beitrag voll und ganz zu.
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Vielleicht sollte auch erst mal jemand hier 'Angst' definieren... bevor wir über Kommunismus 13.0.8.11 debattieren, einer aber meint wir redeten über Kommnunismus 14.0.0.24
Also fangt mal an, was ist für euch 'Angst'?! |
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Du kannst wohl keinen Gefühlszustand mit einer gesellschaftlichen Norm vergeleichen.
Definition von Angst:
"Ein Signal und eine Warnung bei Gefahren."
Alex S.
"große Sorge, Unruhe; unbestimmtes, oft grundloses Gefühl des Bedrohtseins"
Wissen.de |
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Wie soll man Angst beschreiben?
Das ist wieder der Konflikt rational/irrational für mich. Angst ist ein Gefühl, daher für mich irrational und irrationales kann ich nicht beschreiben, dass kann meiner Meinung nach niemand, dass es den Punkt trifft. |
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| Angst ist kein Gefühl an sich. Es ist eine direkte Reaktion. Primitiv, passiv und deshalb eigentlich sehr gut erfassbar (s. oben). |
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Deine Ansichtssache.
Für mich ist es sehr wohl ein Gefühl, genauso wie Trauer, Wut, Zorn, Glück, überall hier kann man auch die Angst einreihen, ja, Angst ist eigentlich die Vorstufe dieser Gefühle, wenn man es so will. |
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Ich muss mein Definition von Angst etwas abändern. Was ich definiert habe war Furcht.
Angst ist eine Weiterentwicklung der Furcht, die nicht immer begründet ist.
Die Furcht hingegen ist eins der elementarsten Mechanismen des Unterbewußtseins, die das eigene Überleben sichern sollen. Und sind meiner Ansicht nach nicht Gefühle, sondern eher Instinkte. |
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Ich halte Angst und Furcht sowohl für Gefühlsregungen, als auch für Mittel unserer Instikte sich bemerkbar zu machen.
Wenn wir in eine lebensbedrohliche Situation geraten, dann schlägt unser Überlebensinstinkt Alarm. Doch würden wir ihn überhaupt beachten wenn er nur kurz sagen würde "Sei vorsichtig, du könntest sterben"???
Ich glaube nicht. Daher überflutet er uns mit diesen Reizen, der Angst und der Furcht. Wir erleben viel deutlicher wie bedrohlich diese Situation ist und handeln "überlegter".
Wenn man jedoch beispielsweise Angst um eine geliebte Person hat, dann ist das für mich weniger mit den Instinkten (Beschützerinstinkt), als mit Gefühlen zu tun - in einem solchen Fall ist Angst für mich dann wieder kein Reiz, sondern ein Gefühl.
Sonst stimme ich Chrissie zu, dass man zwar selbst Angst, aber niemals die Angst einen selbst haben darf.
Grüße
Buhajja |
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| Jepp, hach, besser hätte ich es auch nicht sagen können ;). |
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Also besser hätte ich es auch nicht besser ausdrücken können Chrissie.;)
Danke für die Blumen. *g* |
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"Vielen Dank für die Blumen, vielen dank, wie lieb von diiiiiir!!!" Auschnitt aus dem Titelsong von Tom und Jerry ;).
Kein Ding, du! |
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Zwischen Angst und Furcht sollte man allerdings unterscheiden. Furcht ist eben diese instinkt-bedingte Reaktion.
Angst allerdings ist meistens unbegründete Furcht. Sie wird ähnlich wie die Furcht ausgelöst, nur dass der Grund dafür meistens nicht existiert oder übertrieben wirkt.
Deshalb ist Angst tatsächlich ein Gefühl. |
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| Ich frage mich gerade etwas, wie du Angst als undefinierbar, Furcht als definierbar hinstellen kannst. Ich finde lediglich, dass Furcht eine abgeschwächtere Form der Angst ist, nicht mehr nicht weniger. Ich kann ebenso wissen, wovor ich Angst habe, wie ich dies auch in bestimmten Situationen nicht kann und ebenso verhält sich dies für mich mit der Furcht. |
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Also erfunden habe ich diese Definition nicht. Ich weiß noch, dass mir im Phsychiologie-Untericht beigebracht wurde, was der Unterschied zwischne Furcht und Angst ist.
Wenn man Furcht vor einem Bären hat, dann steht dieser direkt vor dir und greift dir nach dem Leben.
Wenn du Angst vor Bären hast, dann bedeutet das, dass du denkst, dass du Furcht hättest, wenn ein Bär in deiner Nähe stünde.
So habe ich es gelernt. Und so ist es, so weit ich nicht falsch informiert bin, auch die allgemeine Definition beider Begriffe. |
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Hm... Dann kann ich mit meinem Wortschatz diese Definition nicht wirklich gebrauchen (für mich selber jetzt).
Heißt es bei mir, ich habe Furcht vor einem Bären, dann würde ich, wenn ich einem begegne, zwar vorsichtig sein und irgendwo auf Abstand bleiben, aber Furcht kann ich unter Kontrolle halten etc.
Habe ich jedoch Angst vor einem Bären, dann würde ich beim Anblick eines solchen in Angstschweiß ausbrechen, Panik bekommen etc etc. Das ist so für mich die Definition davon, aber es kann gut sein, dass die allgemeingültige Version da anders ist.
Ich meine, hey, ich bin ja nicht normal, da ich weder Furcht noch Angst bei einem Bären empfinden würde, sondern vielmehr einen richtig großen Knuddelanfall bekommen würde, man vermerke, obwohl ich weiß, dass die süßen Dinger arschgefährlich sind ;) . |
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Ich persönlich würde die Angst eher einem einzelnen Menschen zuordnen und die Furcht eher als eine von mehreren Menschen empfundene Angst umschreiben.
Wenn ich von einem "Dämon" gequält werde, dann habe ich Angst vor ihm. Aber sobald mehrere Menschen dieselbe Angst empfinden, kommt es zu einer Art kollektiver Furcht.
Beispielsweise hat jeder meiner Brüder Angst davor, dass ich ihn während meiner "schlechten Tage" in die Finger bekomme. Aber alle meine Brüder zusammen fürchten sich inständig davor.;)
Grüße
Buhajja |
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Stimmt, aus dieser Perspektive hatte ich den Begriff Angst noch gar nicht betrachtet, ebenso wie den Begriff Furcht. Aber du hast recht, bei einem einzelnen würde man wohl immer von Angst sprechen, kaum von Furcht, bei einer Vielzahl von Leuten eher von Furcht als von Angst.
Er hatte Angst > Er verspührte Furcht
Sie fürchteten sich > sie waren ängstlich
Hierbei würde man wohl eher immer den ersten Teil nehmen, aus dem Instinkt heraus... |
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@Chrissie: du schreibst:
Er hatte Angst > Er verspührte Furcht
Sie fürchteten sich > sie waren ängstlich
bei:
Er fürchtete sich > Er verspührte Angst
(btw. spührte ohne 'h', oder?!)
Sie hatten Angst > Sie waren fürchtend
ist das schon anders...
Auch hier würde ich immer die ersteren Aussagen für 'richtiger' halten.... also intuitiv wählen. Also hat es doch nichts mit Singular<>Plural, sondern mit der Satzstellung zu tun.
@Alex:
Das mit dem Lexikon liegt wohl an mir... ich wünschte mir (ganz oben *g*) eine persönliche Definition von Angst.... Wenn ich jetzt aber im Lexikon schauen würde, was Angst heißt, so hätte das ja nichts mehr mit meinem bisherigen persönlichen Gefühl für das Wort Angst zu tun....
Ja, meine Defi fehlt noch... aber es ist schon so viel gesagt worden....
für mich heißt Angst:
tiefgreifendes Gefühl, welches Entscheidungen beinflusst/beinflussen kann. Hauptsächlich auf natürliche Triebe oder Kindheitserlebnisse zurückzuführen. Bei Aktivität wird psychischer Schmerz empfunden. Dieser kann eine Simulation eines anderen psychischen oder physischen Schmerzes sein.
So und jetzt nochmal ungeschwollen und als Beispiel, damit auch jeder checkt, was ich mein:
Fritz hat Angst, dass Mutter bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Wenn Mutter mit dem Auto unterwegs ist und abends spät nach Hause kommt, so spürt Fritz ein ungutes Gefühl im Bauch. Wenn Mutter ihn mit dem Auto von der Schule abholen möchte, so versucht Fritz sie davon abzuhalten. (Entscheidungseinfluß: Er läuft lieber obwohl es mit dem Auto bequemer wäre). Der Grund für Fritz' Angst könnte der Fahrradunfall vor drei Jahren sein, bei dem er sogar ins Krankenhaus mußte (Ursache: Schmerz) oder aber der Tod seines Onkels, der mit dem Motorrad einen Unfall hatte (Simulation des damals empfundenen Schmerz, der wiederum auf Selbsterhaltungstrieb beruht).
Ob der Selbsterhaltungstrieb allerdings der einzige Trieb ist, also jede Angst auf die Urangst vor dem Tod zurückzuführen ist, darüber bin ich mir unschlüssig. |
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Eine persönliche Definition ... ?
Was soll das sein?
Du meinst sicher die Art wie du die Dinge siehst, oder? Eine Definition ist das allerdings nicht, jedenfalls nicht wirklich. |
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| Ich wäre einmal an einer Definition des Begriffes Definition interessiert, in der weder das Wort selbst noch etwaige Synonyme auftauchen. |
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Jaaaa, das klingt gut!
Fast so gut wie: springe von einem Bein auf das andere, ohne deine Beine zu verwenden...  
Naja, jetzt aber mal ehrlich... meinst du nicht, dass irgendwann mal Schluss mit der 'Definiererei' sein muss?! Wir kommen ja vor lauter definieren fast gar nicht mehr zum diskutieren.... (außer übers definieren ;-) )
...das ist doch ein Diskussionsforum... oder?!
*sich-verlegen-umschaut-nach-Wegweisern* |
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Definition fällt in den Bereich Logik. Schon allein das lässt vermuten, dass es sowas wie persönliche Definition nicht gibt, da es sicherlich keine persönliche Logik gibt, höchstens existiert die persönliche Unlogik.
Weiterhin kann Definition als Wesensbestimmung erklärt werden, die mit Hilfe der Analyse durchgeführt werden kann.
Die Analyse wiederum setzt voraus, dass man ein Wesen in möglichst kleine Teile zerlegt (gedanklich), um es verstehen zu können.
Ursprüngliche Nachricht: Naja, jetzt aber mal ehrlich... meinst du nicht, dass irgendwann mal Schluss mit der 'Definiererei' sein muss?! |
Bisher habe ich mich eigentlich nur wiederholt. Der Schluß war schon im ersten meiner Beiträge zur Definition erreicht. |
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| Das Wort Wesenbestimmung ist ja quasi die Definition. Aber wie wir alle so schön gelernt haben, darf man nichts durch bzw. über sich selbst definieren. |
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| Persönliche 'Definitionen' beruhen meiner Meinung nach auf Denkfehlern bzw. auf Unwissenheit. Da es die objektive Definition ja (bekanntlich) nicht gibt, gibt es erstens eine 'allgemeine', die auf der Meinung der meisten Menschen beruht (hier hat man sich auf etwas geeinigt) und in den Lexika zu finden ist. Ausserdem gibt es noch die Definitionen derjenigen die 'kein Lexikon zuhause haben'. Diese sind dann nicht allgemein sondern persönlich (so meine 'Definition' *g*) |
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Nur so eine Frage: habt ihr zuhause kein Lexikon?
Ihr könnt doch nicht einfach Definitionen neu definieren. Im Gegensatz zu euch beiden habe ich die Definition von Angst und Furcht aus einem allgemein gültigen Psychologiebuch. Und genau das sind Definitionen allgemein gültig.
Man kann nicht einfach hingehen und sagen: "Dann ist meine Definition von Angst nun mal anders als deine!". Wie soll das gehen? Es gibt nur eine gültige Difinition, und da ich meine aus einem gültigen Buch habe sind eure Definitionen falsch.
Es ist schwer damit klar zukommen, dass man im Unrecht ist, aber irgendwann muss man das lernen. Hier auf dieser Website kann man den Anfang machen. |
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du kannst doch aber nicht alle menschen über einen kamm scheren.
klar gibt es allgemeingültige und allgemeinanerkannte definitionen, aber die sind halt nur allgemeingültig.
aufgrund der verschiedenen erfahrungen und erlebnisse die ein mensch macht sind meiner meinung nach auch die eigenen eindrücke jeweils anders, das ergibt so ein geigantisches geflecht das ess den rahmen einer einfachen definition in einem buch sprengen würde, so kann sie allgemein gültig jedoch unterschiedlich empfunden werden, die angst.
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Wie genau möchtest du dann mit anderen Menschen kommunizieren, die gerade nicht aus deinem Umfeld kommen, die vielleicht sogar gänzlich anders erzogen wurden als du und die höchstwahrscheinlich auch anders denken? Wie sonst könntest du dich mit solchen Menschen anders sinnvoll und vor allem verständlich unterhalten als auf die eindeutige, allgemeingültige Art und Weise - eben mithilfe von Definitionen, die gerade im Allgemeinen gelten.
Damit scherst du die Menschen nicht über einen Kamm, sondern befreist dich von deiner ganz persönlichen Ansicht und zollst dem Gegenüber Respekt, indem du ihn und dich auf eine Daseinsebene abbildest.
Selbst wenn die allgemeingültge Definition auf den ersten Blick leer und gefühlslos erscheint, so kannst du doch durch Variation dieser nahezu exakt formulieren, was du eigentlich unter jenem Gebilde verstehst, das du zu erklären versuchst.
Beispielsweise reicht es nicht aus jemandem zu erzählen, dass du eine Katze als Haustier hast, um von ihm zu erwarten, dass er sofort den Eindruck von diesem Geschöpf erhält, den du persönlich hast. Um gerade diesen Eindruck zu vermitteln, musst du auf allgemeinverständliche Begriffe zurückgreifen.
Das hat nichts mit Ignoranz Menschen gegenüber zu tun, sondern viel mehr mit Respekt und Verständnis diesen gegenüber. Zumindest, so meine Meinung! |
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@ Müscha: Ich stimme dir voll und ganz zu!!
Alleine um eine Definition gleich zu verstehen, wie ein anderer, bedarf es gewissen Gemeinsamkeiten (die man nicht immer vorraussetzen kann!!). Somit sind Definitionen oft Interpretationssache. Während der Eine bei 'Kuh' an Milch denkt, denkt ein Anderer an Fleisch... ein Dritter vielleicht an Gras!
@ Alex: Du gibt selbst zwei verschiedene Definitionen in deinem eigenen Beitrag an. Demnach kann man Dinge nicht 'einfach so' allgemeingültig definieren, es wird (insbesondere bei imateriellen, oder gar emotionalen) Definitionen immer Unterschiede geben, da die Definiteure unterschiedlichen Geistes sind!
@ All:Heiliger Gral... ich dachte hier dürften nur Kommentare zum entsprechenden Tafelrundenbeitrag gepostet werden, aber irgendwie scheinen wir vom Thema 'Wegschaugesellschaft' weg gekommen zu sein... liegt vielleicht daran, dass wir selbst ein Teil dieser sind! ;-)
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@Armin: Demnach kann man Dinge nicht 'einfach so' allgemeingültig definieren. Du wirst dich wundern: man kann! Man macht das nur nicht, weil dies schwierig, unpraktisch und komplex ist.
Ich behaupte auch nicht, dass man, bevor man etwas von sich gibt, zunächst im Lexikon nachschauen sollte. Man sollte aber zumindest versuchen, sich also bemühen, so zu schreiben bzw. zu reden, sodass eine beliebige Person, die den Beitrag liest bzw. hört, grob das versteht, was gemeint ist.
Wer gar nicht den Versuch startet, dies zu tun, dem scheint es wohl egal zu sein, von anderen verstanden zu werden bzw. er merkt es nicht und beansprucht die Richtigkeit seiner Aussagen für sich. Das ist töricht! |
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das problem sind aber nicht kühe katzen oder sonstwelches getier, nein, es geht um die angst.
klar man kann sich mit allgemeinverständlichen sachen mit jedem unterhalten, und da weiß der gegenüber sofort was gemeint ist.
aber es geht hier um (und ich betone es gern nochmal) um angst. angst ist ein gefühl, meiner meinung nach neben liebe und hass eins der stärksten. und das ist durch eine definition eben nicht klar gezeichnet. man weiß durch den satz:"ich habe angst" oder "ich fütchte mich" nicht in wie fern oder wie stark dieses gefühl ist, wie gesagt bei jedem menschen anders.
um die ängste und sorgen seines gegenübers zu verstehen muss man ihn kennenlernen, ansonsten versteht man nicht die tiefe und den grad sowie die art der furcht die derjenige hat nicht.
zurück zum thema wegschaugesellschaft: ich finde um dieses (meiner meinung nach akutes problem) zu lösen muss man ganz unten anfangen bei der erziehung.
das problem wegschaugesellschaft ist meiner meinung nach viel weitgefächerter und auch das größte problem aller deutschen (wollte hier niemanden diskriminieren).
die letzten 200 jahre lebte deutschland unter einem obrigkeitsstaat, es gab zwar immer wieder versuche einer revolution, die alle aber scheiterten, so konnte nie ein nationalgefühl entwickelt werden wie es in frankreich oder england der fall war.
so kam es auch meiner meinung nach zur entartung naziregim, die krankheit der deutschen, immer der obrigkeit hinterher, nie das gefühl oder das bedürfnis habend selbst als bürger , als volk initiative zu ergreifen, und ich finde man sollte da ansetzen.
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Ich glaube nicht, dass das Problem sonderlich national zu betrachten ist: Ich vermute, dass das Phänomen 'Wegschaugesellschaft' in allen Staaten mehr oder weniger ausgeprägt war.
Beispiel: Die Antikriegsdemos: In Deutschland gingen weit mehr Menschen auf die Straße, waren plötzlich 'ein Volk', als es darum ging, ob die Amis im Irak (oder zuvor in Afghanistan) einmarschieren 'dürfen' oder nicht. Hier war nichts von 'Obrigkeitsorientiert' zu sehen. Natürlich gab es auch viele Menschen, die weg-geschaut haben, die genau an diesem Tag im Starbucks oder in Mc-Donalds waren (sogar einige Demonstranten sind nach der Demo in Mc-Fress gegangen) und sich nicht um andere Menschen gekümmert haben, aber die gab es nicht nur in Deutschland!
Das Problem ist (so glaube ich) dass das Leid nicht gesehen wird, oder nur kurz eingeblendet wird. Erst neulich las ich, dass diesen Monat im Irak 550 Menschen durch Waffengewalt/Anschläge gestorben sind. Hat es ausser mir noch jemand gewusst?! Der Krieg dort scheint vorbei... Bush hat aus dem weißen Haus berichtet (Meilen weit weg!!) das der Krieg gewonnen ist... trotzdem sterben dort täglich Leute durch Waffen... warum?!
Problematisch ist auch die 'Privatheit' der Fernsehsender. Der Sender weiß, dass viele Menschen lieber Unterhaltungsshows sehen, als das Leid in den Nachrichten. Weil er nur existiert um Geld zu verdienen muss also eine möglichst hohe Einschaltquote erreicht werden... Moral ist dort egal! |
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Es ist leider nun mal so das wir in eben so einer Gesellschaft leben einer Wegschaugesellschaft ich möchte dazu gerne etwas erzählen: Als ich letztens in der Stadt war, war da ein besoffener Mann der zusammengebrochen ist und es gab leute die einfach daran vorbeigelaufen ist mich hat das schockiert. Aber ist ja auch klar es ist einfacher wegzuschauen und nichts zu machen. Es gilt einfach zu determinieren was wir Menschen sein wollen ich würde nie im leben wegschauen denn, das würde meiner moral widerstreben. es ist konstitutiv, dass sich etwas an der Einstellung der gesellschaft fundamental ändert. Wir können das nicht forcieren sondern versuchen, es durch Medien etc. wenigstens etwas zu beeinflussen. schon in der Schule sollten Kinder Hilfsbereitschaft lernen. es ist kontraproduktiv leuten etwas aufzuzwingen aber man kann es durch subtile Maßnahen, wie z.B. spielerisches Lernen in dessen Folge den Kindern eine Wertvorstellung zu geben die sich später als Maxime manifestiert nämlich: HINSCHAUEN!!!! |
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Da stimme ich dir völlig zu, Katara18! Genausowenig darf es sein, dass die jungen Leute in der Straßenbahn nicht mehr für die "Alten" aufstehen, sondern so tun, als schauten sie aus dem Fenster (...also weg).
Die große Frage ist, wie bekommt man solche... ich nenne sie mal "Individual-Arschloch-Manieren" in den Griff? Natürlich wäre es schon ein großer Schritt, es über die Medien und über die Schule zu versuchen... aber solange die Medien größtenteils "privat" sind und keine wirklichen Auflagen haben, was sie nicht senden dürfen und was sie senden sollen. Denkbar wäre in diese Richtung z.B. eine allgemeine Besteuerung der privaten Sender (vielleicht auf Basis der Einschaltquote) und eine Subventionierung derjenigen, die in ihren Sendungen wertvolle Inhalte zeigen. Hierfür benötigt es natürlich ein neutrales Kontrollorgan, das hinschaut ;-)
In der Schule bleibt es solange schwierig, solange es nur Einzel-noten gibt. Genau diese sorgen nämlich dafür, dass die Kinder Einzel-Kämpfer werden. Was interessieren mich die Mitschüler, solange ich gut abschneide?! Wenigstens gibt es im Menschen noch gewisse soziale Bedürfnisse, so dass die Schüler in der Regel nicht den völligen "Alleingang" wählen. Aber trotzdem wird ihnen hier eingetrichtert: "Wichtig ist, was DU aus DIR machst. Was aus anderen wird ist für DICH erstmal egal!" |
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Hallo!!!!!!!!!!
Da stimme ich mit dir völlig überein. Interssanterweise gibt es jetzt die Kopfnoten die eingeführt wurden und zu vielen Kontroversen selbst bei Politikern führen. Diese sollen auch ein Stück weit einen Sozialisationsprozess erzwingen, denn auch die Zusammenarbeit und das Engagement werden bewertet. Das Solidaritätsgefühl soll also bestärkt werden. Ich halte dies für einen Illusion. Ich meine, man kann doch nicht erwarten, dass sich Menschen die so aufgewachsen sind und keinerlei, ja.... teilweise keinerlei Mitgefühl zeigen können, durch irgendlwelche Noten zur Vernunft gebracht werden können. Also das ist lächerlich und Illusionsbehaftet! Es ist wirklich schade das wir in so einer Gesellschaft leben müssen zumal wir dies nicht müssten sondern dies ein Zustand ist den wir hervorgebracht haben der aber für viele völlig indiskutabel ist. Entscheidend ist doch und diese Worte bringen mich immér fast zum weinen welchen Weg wir einschlagen und wer wir sein wollen: Gute Menschen die helfen oder Feiglinge die wegschauen. Denn das ist uns Menschen vorbehalten, wir können das machen was die Vernunft uns sagt.: |
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